Das Gefängnis von Scorpia
Das Gefängnis von Scorpia ist bekannt wie gefürchtet. Selbst im verlorenen Land existieren Geschichten über das unheimliche Gefängnis, das keinerlei Gitter oder andere Arten von Barrieren benutzt, um seine Gefangenen einzusperren. In der Geschichte von Rigel der Sternengucker und die kleine Prinzessin mit den weißen Haaren wird das Gefängnis mehrmals erwähnt.
Nebelwald-Gefängnis[Bearbeiten]
Obwohl der Bergnebelwald viel größer ist und Hirten gerne ihre Schafe hier grasen lassen, wurde der Name immer mehr als Symbol für das Antares Gefängnis benutzt, das vor allem bei Hexen sehr gefürchtet ist. Viele Hexen wurden nach dem Krieg hier inhaftiert und starben durch Selbstverstümmelung, Wahnsinn oder an den Folgen schwerer selbst zugefügter Folter. Man nimmt an, dass an diesem Ort das Gleichgewicht bei magischen Wesen durcheinandergebracht wird. Die Antares mit mentaler Stärke (Tini) nutzen dies zu ihrem Vorteil und halten die Hexen und andere magische Wesen in eine Art Isolation gefangen. Das Nebelwald-Gefängnis besitzt keine Tore oder Gitter, die Gefangenen können sich frei bewegen auf dem riesigen Plateau. Seltsamerweise stürzen sie nie herab oder denken an Flucht. Wie es scheint leben sie in ihrem mentalen Gefängnis und können diesem nie mehr entkommen.
Aufbau[Bearbeiten]
Das Gefängnis der Antares befindet sich im Nebelwald und endet an den Grenzen zum Schattenwald. Die Begrenzung ist jedoch nur für jene sichtbar, die wissen wonach sie suchen müssen. Sie werden von unscheinbaren Bambusstäben gekennzeichnet. Das Gefängnis ist ein abgesteckter Bereich der von Nebel durchzogen wird und den herum wandernden Gefangenen. Bewacht wird das Gefängnis von Antares die dem Lufttyp zugeordnet werden können und aus dem Land des Winters stammen. Der Gefängniswärter ist Malik, ein Hüter, der sich vor allem auf Telekinese und Gedankenkontrolle versteht. Früher diente es als reines Gefängnis für die abtrünnigen Hexen, die eine Gefahr für alle anderen Wesen im Land eine Gefahr darstellten. Seit einigen Jahren werden jedoch auch Antares und andere Völker zu Erziehungsmaßnahmen dort untergebracht.
Alltag im Gefängnis[Bearbeiten]
Der Alltag für die Gefangen ist unspektakulärer als in jedem anderen Gefängnis. Wenn ein Gefangener zu Malik gebracht wird, wird dieser zu einem Sternengucker gemacht. Blind für seine Umwelt und beraubt all seiner Sinne, läuft der Gefangene ohne jegliche Orientierung in den Nebelwald hinein. Außer Nebel und seiner eigenen Zerstörung, wird er nichts weiter wahrnehmen. Selbst wenn sich ein anderer Gefangener neben ihm befindet, nimmt er diesen nicht wahr. Weder schlafen, essen noch träumen ist den Gefangenen in diesem Zustand erlaubt. Sie befinden sich in einem Dämmerzustand, in der sie nur damit beschäftigt sind sich mit ihren eigenen Taten, Gedanken und Gefühlen auseinanderzusetzen. Oftmals kommt es über einen längeren Zeitraum bei den Gefangen zu Selbstamputationen um eine Begnadigung zu erreichen und durch den Schmerz für einen Moment dem Dämmerzustand zu entkommen. Bis heute ist nie jemand aus dem Gefängnis entkommen, selbst Rigel aus der Geschichte Rigel der Sternengucker, muss auf die Gnade von Malik dem Hüter hoffen. Ist der Gefangene eine Hexe, so verlieren diese die Verbindung zu ihrer Magie und verfallen auf Grund dessen viel schneller dem Wahnsinn als die anderen Völker.
Sternengucker[Bearbeiten]
Sternengucker werden die Gefängnisinsassen des Nebelwaldes genannt, dass auch den Spitznamen (Nebelwald oder Nebelloch trägt). An diesem Ort werden die Fähigkeiten der magischen Wesen durcheinandergebracht. Man munkelt auch, dass das früher der Ort war, an dem die Sterne in den Himmel reisten und auf die Erde kamen. Von Malik dem Hüter werden den Häftlingen die Augen getrübt. So sehen sie nur den Nebel und irren herum, kein Glück auf Hoffnung oder Ablenkung. Dabei starren sie immer nach oben als wöllten sie in die Sterne schauen. In der Geschichte Rigel der Sternengucker wird zum ersten Mal das Gefängnis der Antares erwähnt, wodurch wohl auch die Gefängnisinsassen später ihren Namen erhielten.
Berichte über das Antares Gefängnis[Bearbeiten]
Antares-Wärter Die starren eigentlich immer nur in den Himmel und bewegen sich nur minimal. Wir glauben, dass sich ihre Seelen eigentlich längst im Sternenreich befinden, wo sie dazu verdammt sind buße zu tun. Hier unten sind nur noch ihre Körper. Letzte Woche habe ich eine von diesen abtrünnigen Hexenweibern sich mit ihren eigenen Fäkalien einschmieren sehen. Das war vielleicht eine Sauerei.
Ehemaliger Insasse und Zentaur Ich habe noch nie etwas so Schreckliches empfunden, wie in diesem Suppenloch. Zuerst wirst du sauber gemacht und wirklich überall wird dir ein Schlauch reingehalten und du wirst ordentlich durchgewaschen. Dabei bringt dich dieser Ort sowieso schon aus dem Gleichgewicht als würde ständig das Wetter wechseln oder ständig die Höhe. Mir war konstant schlecht aber ich konnte mich nicht übergeben. Als nächstes werden dir die Augen getrübt. Dabei legt dir der Gefängnis Hüter die Hand auf die Augen und nach einem kurzen Stich bist du auch schon wirklich in diesem Suppenloch. Du siehst nur den Nebel nichts weiter. Einfach nur Nebel. Du siehst weder den Boden noch den Himmel. Du kannst nichts schmecken, nichts fühlen, nichts riechen. Alle deine Sinne sind buchstäblich taub. Und das schlimmste dabei ist, du bist allein. Kein Wärter, kein anderes Wesen – nichts. Du irrst herum aber du findest nichts. Irgendwann, wenn du keinen Bock mehr hast zu rufen, herum zu rennen oder dir einen Plan für eine Flucht zu überlegen, fangen sie an deine Erinnerungen hoch zu holen. Meistens beginnt es mit etwas harmlosem, wie Bestrafung von den Eltern oder Angst im Dunkeln. Das ist auch der einzige Moment, wo die Sinnesorgane wieder funktionieren. Man spürt die Angst förmlich und auch die Hiebe der Eltern. Irgendwann steigern sie die Prozedur und führen dir deine Tat immer wieder vor Augen. Danach endest du wieder im Nebel. Das wird in gewissen Abständen immer wiederholt. Solange bist du das Gefühl hast irre zu werden. Ich habe mir die linke Hand abgebissen als Beweis dafür, dass ich weiß, dass es falsch war meinen Bruder zu bestehlen. Danach haben sie mich frei gelassen. Sie wollen immer das du einen Beweis bringst, dass du deine Handlungen bereust. Mir fiel echt nichts Besseres ein.